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ROM: Wie verbessere ich meine Beweglichkeit

Im letzten Artikel „ROM: wie beweglich bin ich eigentlich“ haben wir bereits aufgegriffen, welche Bereiche unseren Rücken beeinflussen können.

28. Januar 2019

Heute machen wir einen kleinen Exkurs in die Welt des menschlichen Gewebes. Dabei klären wir, welche Rolle unsere Faszien haben und warum sie so wichtig sind. Faszien wurde viel zu lange die Rolle des überflüssigen Füllgewebes zugesprochen, dass nur dazu dient unseren Organen die Form zu geben.

Faszien 1Fasziale Bahnen ziehen sich jedoch durch unseren kompletten Körper und sorgen dafür, dass er theoretisch ohne Knochen seine Form behalten kann. Durch dieses Phänomen, der faszialen Ketten oder kinematischen Ketten sind wir Menschen in der Lage, hohe Geschwindigkeiten abzurufen und/oder unsere Kraftentfaltung deutlich zu steigern.  

 

Die Faszie ist im Stande Energien zu speichern und gleichermaßen wieder abzugeben.
Außerdem finden wir in diesem Gewebe eine Menge Schadensrezeptoren und jede Menge Wasser. Damit bilden sich Gleitschichten, wodurch unsere Muskeln und Sehen richtig arbeiten und gleiten können.
Durch die hohe Elastizität dieser Struktur werden Gefäße zu ihrem jeweiligen Wirkungsbereich gebracht und unterstützen somit die Blutversorgung des gesamten Körpers. Andererseits geben Sie unserem Körper Form und Struktur. Daher sieht ein Organ oder ein Muskel so aus, wie er auszusehen hat - bzw. können erschlaffen und verändern die Form wenn diese nicht im vollen Umfang genutzt werden.

Im nachfolgenden Video werdet ihr sehen, wie man fasziale Arbeit (mit Foam Rollern) und Dehnungen optimal kombinieren kann.

Warum sollte man dies kombinieren? Durch die sog. fasziale Arbeit bringen wir unser Gewebe wieder in Fluss.

Das bedeutet:

  • fasziale Schichten werden ausgepresst (sehr wasserhaltig)
  • über mechanische Reizung werden verschiedene Zellarten angeregt
  • gesteigerte Durchblutung - somit gesteigerter Abtransport der Abfallprodukte des Stoffwechsels

Anschließend sollte eine geeignete Dehnung für den bereits bearbeiteten Bereich ausgeführt werden. Damit erreichen wir eine Erweiterung bzw. Länge im betroffenen Gewebe und zusätzlich werden viele Neurorezeptoren angesprochen, um dem Gehirn zu zeigen, welche Beweglichkeit die jeweilige Struktur haben soll.

Der Umkehrschluss beantwortet uns also die Frage : „Warum bin ich eigentlich so unbeweglich?“
Unser Körper ist ein Meister der Adaptation! Jegliche Struktur unseres Körpers passt sich auf vorhandene Reize an. Aus diesem Grund können wir die äußere aber auch die innere Form unseres Körpers verändern. Dieses Prinzip kann sich natürlich auch umgekehrt verhalten.

Hier einige Beispiele für dieses Prinzip:

  • Ein Bodybuilder setzt gezielte Reize auf seine Muskulatur mithilfe von schweren Lasten. Das bewirkt - die Muskulatur passt sich in Form von Hypertrophie an (faserdicken Wachstum).
  • Ein Marathonläufer braucht ein enormes Herzminutenvolumen, um diese langen Strecken bewältigen zu können. Aufgrund der andauernden Reize nimmt das Herz an Größe zu.
  • Bei einem Komapatienten bauen Muskulatur, Beweglichkeit und der gleichen aufgrund der Inaktivität ab.

Fazit:
Bewegen wir uns im Leben ausgeglichen mit genügend Impulsen für unseren Körper, den Geist und der Seele, leisten wir in den überwiegenden Fällen eine sehr gute Prophylaxe.
Denken Sie daran - Der Körper benutzt nur das, was er auch benötigt!

ROM - Selbstest zur Beweglichkeit 

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