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Frauen in der Fahrradbranche wie geht das mit dem Recruiting?

Fokus Fachkräftemangel

14. September 2019

„Frauen in der Fahrradbranche wie geht das mit dem Recruiting?“ - lautete der Titel der Podiumsveranstaltung und einem interaktiven Streitgespräch zwischen Karla Sommer, die ihre eigene Handelsvertretung und Consulting-Agentur Velokin betreibt und Daniel Glaubitz, dem Personalentwickler und Talentfinder von biciTalent. Die Fahrradbranche wächst und ist ständig auf der Suche nach neuen Fachkräften im Handel und der Industrie.

„Insbesondere Frauen bringen häufig frischen Wind in eine ansonsten in vielen Punkten etwas festgefahrene Branche. Unternehmen, die in letzter Zeit verstärkt weibliche Fachkräfte einstellten, berichten mir von positiven Veränderung, wie z.B. enorm engagierte Mitarbeiterinnen, eine Verbesserung des Team Spirits durch die neue Zusammensetzung, was wiederum zu besseren Arbeitsergebnissen führt. Allerdings können sich Unternehmen nicht darauf verlassen, dass ihnen gute Mitarbeiterinnen einfach zufliegen. Hier sind „Decision-Maker“ gefragt- wo ich in erster Linie die Männer in der Verantwortung sehe, damit es nicht als „Idee der Frauen“ abgestempelt wird-  ihre Unternehmen so auszurichten, dass sie sowohl auf Frauen als auch Männer interessant wirken“ (Daniel Glaubitz, biciTALENT).

 Im Alltag fahren ungefähr gleich viele Männer wie Frauen Fahrrad, die Branche ist im Vergleich unglaublich homogen. Es gibt bisher keine verlässlichen Zahlen über den Frauenanteil in der Branche, das anwesende Publikum schätzte, dass 7% der Beschäftigten Frauen sind. Wie attraktiv ist die Branche überhaupt für Frauen und welche strukturellen Hürden müssen überwunden werden?

 Für die konkreten Maßnahmen mehr Frauen in die Fahrradbranche zu holen, stehen Unternehmen in der Verantwortung. In einem zunehmenden Markt der durch Arbeitnehmer*innen bestimmt wird, werden New Work Ansätze, flexiblere Arbeitszeitmodelle und Familienfreundlichkeit höher bewertet und sind Grundelemente einer innovativen Unternehmenskultur, die letztendlich Allen zu Gutekommen.

 „Die Fahrradbranche ist in vielen Punkten noch von gestern, besonders bei dem Thema Diverse Teams haben wir viel Nachholbedarf. Dazu kommt, dass Männer verstehen müssen, dass sich Frauen in der Branche oft nicht als Frau respektiert fühlen.Unternehmen, Verbände und auch Fachpresse müssen hier ein Bewusstsein schaffen für die Vorteile von Diversen Teams und einen Respektvollen Umgang miteinander“.

Der arbeitgeberseitige Wandel muss auch von Frauen in der Branche unterstützt werden. Frauennetzwerke in der Fahrradbranche und das Hervorheben von weiblichen Vorbildern vereinfachen den Zugang für weibliche Fachkräfte, die sich ausbilden lassen oder quereinsteigen. Um den Einstieg zu er-leichtern sind auch die Branchenverbände gefragt, die Plattformen schaffen und das Thema Diversität in den Mittelpunkt rücken. Fazit der Veranstaltung: Die Fahrradbranche muss anfangen Diversität zu leben. 

von Isabell Eberlein, Karla Sommer, Daniel Glaubitz

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