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Die Welt der PhysioTherapie

12. September 2018

In Deutschland gibt es weit mehr als 35.000 Physiotherapie-Praxen. Und doch ist Fakt, dass es deutlich zu wenig Therapeuten auf dem Markt gibt. Immer weniger Menschen wollen den Beruf ergreifen. Jeder 2. Therapeut gibt gar seinen Job für etwas anderes auf.

Wir haben Richard Seier, Physiotherapeut und Osteopath i.A. und Personal Trainer, aus München gefragt, warum sein Beruf in der Krise steckt.

Sport Job: Viele Therapeuten scheinen frustriert den Beruf zu wechseln. Warum?

Seier: Dafür gibt es mehrere Faktoren. Viele von uns fühlen sich in ihrer spezifischen Rolle gefangen und sind sich ihrer Alternativen nicht bewusst! Sie stehen ausschließlich an der Behandlungsbank oder sind im Fitness-Studio als Trainer tätig. Es kommt leider immer öfter vor, dass Interessenten oder Praktikanten vor der Ausbildung zurückschrecken, weil sie mangelhaft informiert sind oder sich eventuell die falsche Praktikumsstelle ausgesucht haben.

Dabei muss keiner immer nur an der Bank stehen. Es gibt in der Welt der Therapie eine Vielzahl an Möglichkeiten, an und mit dem Menschen zu arbeiten.

Sport Job: Welche Möglichkeiten gibt es denn?

Seier: Es gibt ein großes Angebot an Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten, die man nach der Grundausbildung, die als Basis dient, machen kann. Beispielsweise in den Bereich der Geriatrie, Pädiatrie, Sporttherapie, Nachbehandlung in Kliniken, Therapie in Praxen, Gynäkologie, Orthopädie und vieles mehr.

Man kann diese Fachbereiche mischen, sich spezialisieren und explizit nur ein Themengebiet behandeln oder die systemische Behandlungsrichtung einschlagen.

Auch für schon länger im Berufsleben stehende Therapeuten existieren mannigfaltige Möglichkeiten. So nimmt in unserer heutigen Gesellschaft das allgemeine Interesse an präventiver Gesundheit immer weiter zu. Firmen lassen sich für gesundheitsverbessernde Maßnahmen, Kurse oder Seminare immer mehr begeistern. Dieses Interesse bietet für Therapeuten oder Trainer mit jahrelangem Erfahrungsschatz viele Möglichkeiten.

Die Veränderung von reinem Praxis-Bank-Alltag hin zu Beruflichem-Gesundheits-Management (BGM), Coaching Seminaren, Ernährungsvorträgen, Trainingsangeboten und vieles mehr, lässt sich mit etwas Elan und Motivation erreichen!

Sport Job: Welche weiteren Tätigkeitsfelder siehst Du für Physiotherapeuten heute?

Seier: Erfahrene Therapeuten/Trainer werden auch im Profisport gesucht. Hierbei steht einem offen, sowohl präventiv, als auch regenerativ und vorzubeugend oder sogar Leistungssteigernd zu arbeiten.

Ich sehe folgende Beschäftigungsmöglichkeiten für Therapeuten

  •  Angestellt (Praxis)
  •  Angestellt (Krankenhaus)
  •  Selbständig mit eigener Praxis
  •  Selbständig mobil
  •  Selbständig in unterschiedlichen Praxen
  •  Heilpraktiker (Weiterbildung)
  •  Medizinstudium (ohne Abitur nach 5 Jahren Berufserfahrung und einem bestimmten Examensabschluss)
  •  Studium allgemein (Sportsstudium, Gesundheitsmanagement)
  •  Angestellt mit Nebenjob in anderen Bereichen
  •  Lehrtherapeut
  •  Wissenschaftlich arbeitend
  •  Mischformen daraus

 

Sport Job: Du bist als Personal Trainer im Sportclub R1 tätig. Was ist das Besondere an R1 und welche Möglichkeiten bietet Dir das Konzept, Dich als Therapeut zu verwirklichen?

Seier: Im Rahmen unserer Vision „Athlete des Lebens“ ist es für uns wichtig, den Patienten oder Klienten optimal zu betreuen. Experten begleiten unsere Kunden in den jeweiligen Bereichen Ernährung (Eat), Bewegung (Move/Therapie/Training), Regeneration (Recharge) oder Reflektion (Reflekt). Dieses erprobte und alle Bereiche abdeckende System wird nicht nur auf einzelne Personen angewandt, sondern auch im Bereich des Kleingruppen-Personal Trainings oder der Business Solutions mit Firmen erfolgreich durchgeführt.

Dafür brauchen wir bei R1 natürlich Experten mit unterschiedlichstem Fachwissen. Dies bietet wiederum die Chance, sich weiterzuentwickeln und einen abwechslungsreichen Arbeitsalltag zu erleben.

Über Richard Seier

Richard Seier ist Sportphysiotherapeut, Osteopath i.A., Certified Movement Professional, Personal Coach und Myofascial Release Practitioner

Er hat die physiotherapeutische Leitung R1-Starnberg inne.

Dass sein Beruf mit Bewegung zu tun haben sollte, zeigte sich schon in Richards Jugend. Sport und Training war und ist sein Leben.

So schloss er an seine Ausbildung zum Masseur und medizinischen Bademeister die Ausbildung zum Physiotherapeuten und später die zum Personal Trainer an. Seine Passion zum Funktionellen Training führte ihn Ende 2014 zum R1 Sportclub.  

Als verantwortlicher Therapeut für das R1 in Starnberg ergänzt er das R1 Trainer und Therapeuten Team.

Richard besitzt die besondere Fähigkeit, seine fachliche Kompetenz zielgenau in Therapie und Training einzusetzen.

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